Seit ein paar Wochen habe ich nun endlich meine neue Wunsch-Nähmaschine.
Ich habe sie auf einer Hausmesse recht preisgünstig erworben. Trotz Ankündigung in einer Anzeige, dass die alte Maschine mit in Zahlung genommen wird, wollte man davon dann allerdings nichts mehr wissen. Den Hausmessepreis habe ich dann noch um 200 € runter handeln können (war der Preis auf einer anderen Hausmesse). Die sonst übliche Einweisung, die jeder erhält, der dort im Laden eine Maschine kauft, wurde jedoch von der Chefin verboten, da ich die Maschine ja zum „Internetpreis“ erworben hätte. Sehr kundenfreundlich war das jedenfalls nicht, zum Glück gibt es hier noch andere Nähmaschinenläden.
Bis jetzt habe ich die Maschine erst mal nur ausgepackt, zum Nähen bin ich noch nicht gekommen. Ich muss mich erst mal richtig mit der Bedienungsanleitung befassen, um nichts kaputt zu machen.
Nähmaschine mit Zubehör:
Stickaggregat mit Stickrahmen in verschiedenen Größen:
Nähfuss-Sortiment:
Die Bernina 830 ist viel größer (und schwerer) als meine alte Nähmaschine:
Spitze Heidrun, dass du endlich deine Wunsch-Nähmaschine hast und uns die Bilder zeigst. Die Näh- und Stickmaschine ist aber auch ein Traum. Man kann am PC sogar eigene Stickmuster entwerfen. Also was ich von der Nähmaschine gelesen habe, ist sie ihren Preis absolut wert.
Das Verhalten der Ladeninhaberin finde ich gar nicht professionell. Auch wenn du die Nähmaschine zu einem günstigen Preis erworben hast, muss sie doch eigentlich bestrebt sein, dich als Kundin zu behalten. Und wenn das eine Hausmesse war, verstehe ich sogar darunter eine kostenlose Vorführung der Produkte, auch wenn man keine Kaufabsichten hat.
Deine Angst, nichts kaputt zu machen, verstehe ich sehr gut. An die "einfache" Nähmaschine, die ich meiner Nichte zu Weihnachten geschenkt habe, habe ich mich sofort getraut. Aber an meine eigene auch nur nicht. Erst recht nicht nach dem missglücktem Garn-Aufroll-Manöver. Es hat richtig Spaß gemacht, dass meine Schwägerin und mein Bruder sich Weihnachten gemeinsam mit mir mit der Nähmaschine befasst haben. Da hat auch alles geklappt. Zum Sticken musste ja sogar der Nähfuss gewechselt werden. Eigentlich geht das auch bei meiner Nähmaschine ganz einfach, aber solange es noch Unsicherheiten gibt, ist auch noch die Angst da, etwas kaputt zu machen.
Für die Nähmaschine Bernina 830 gibt es bei youtube ganz viele Videos. Der Nähmaschine liegt wohl auch eine DVD bei, die bei youtube in 21 Teilen gezeigt wird. Dazu noch viele Videos von Benutzern.
Deine alte Nähmaschine kannst du bestimmt bei ebay noch zu einem besseren Preis als bei einem Händler, der ja auch einen Gewinn möchte, verkaufen.
Ich freue mich schon darauf, wenn du weiter berichtest.
Danke Elke für den Link mit den Videos. Das sind wirklich die gleichen wie die auf der beiliegenden DVD.
Die paar Zubehör-Teile, die ich vielleicht noch brauche, bestelle ich über das Internet. Der Laden sieht mich nicht gleich wieder. Vor allem werden die Spulen nicht ausreichen, da sind nur 5 Stück dabei. Zum Glück kann ich die Nadeln der alten Maschine benutzen, davon habe ich noch sehr viele.
Die alte Maschine werde ich wohl erst mal noch behalten. Sie müßte nur mal in einer Werkstatt gereinigt und überholt werden. Vielleicht will ja auch meine Tochter mal Nähversuche machen. Ich habe aber auch noch eine alte Veritas-Nähmaschine und eine Famula-Maschine, die schon halbautomatische Knopflöcher machen kann. Diese beiden könnte ich aber abgeben.
Das Aufspulen des Unterfadens wird wohl auch eine meiner ersten Aktionen werden, sonst kann man ja nicht nähen. Nächste Woche werde ich sie einfach mal einschalten und schauen, was passiert.
Genau Heidrun, mach sie einfach mal an. Soweit ich es verstanden habe, wird auf dem Display jeder Schritt genau gezeigt. Dann hast du schon Vorkenntnisse. Ich bin mir sicher, dass du das schaffst. Wenn jemand Adleraugen hat, dann du. Die kleine Unsicherheit liegt jetzt einfach nur am Wert der Nähmaschine.
Ich habe gestaunt, dass meine Nähmaschine so viel einfacher zu bedienen ist als die meiner Nichte. Die automatische Einfädelhilfe ist schon eine richtig tolle Sache. Dann lässt sich auch der Unterfaden viel einfacher einsetzen. Den braucht man am Anfang auch nicht festhalten wie bei der einfachen Nähmaschine meiner Nichte.
Die Nähmaschine habe ich nun mal kurz eingeschaltet.
Nach ein paar Anläufen klappte dann auch das automatische Nadeleinfädeln. Auf dem großen Display wird alles erklärt. Fehler werden auch angezeigt. Das Aufspulen des Unterfadens ging reibungslos. Man kann sogar festlegen, wie viel Faden man aufspulen will. Die Spulen sind auch viel größer als bei anderen Nähmaschinen und beim Einsetzen muss man sich nicht die Finger verrenken, da die Vorrichtung, die die Spule aufnimmt, automatisch herausgeschwenkt wird. Gewöhnungsbedürftig ist ein Kniehebel, mit dem man den Nähfuß heben und senken kann.
Ein paar Stiche habe ich auch schon probiert. Mit dem Stichbild bin ich aber noch nicht so richtig zufrieden. Da ich aber weiß, dass es keine bessere Nähmaschine gibt, liegt das sicher an mir und nicht an der Maschine. Die Ursache muss ich erst noch feststellen.
hier ist das Display:
heraus geschwenkte Spule mit Spulenkapsel:
hier wird auf dem Display das Einsetzen der Spule erklärt:
die Erklärungen auf dem Display sind richtig spitze. Damit ist die Nähmaschine eigentlich sehr gut erklärt. Auf meinem Nähmaschinen-Display wird zwar auch erklärt, aber lange nicht so detailgetreu und groß wie auf dieser Nähmaschine.
Ich denke auch, dass das mit den Stichbildern eine Einstellungssache ist. Das findest du aber ganz sicher noch raus, zur Not kann man die Leute bei youtube fragen, die mit so einer Nähmaschine nähen.
Die ersten Schritte sind schon mal gemacht und ich denke, dass du dich jetzt am meisten aufs Sticken freust. Das macht richtig Spaß, der Maschine dabei zuzusehen.
Ja Elke, das Sticken werde ich auch bald ausprobieren.
Einige Muster sind schon in der Maschine gespeichert. Aber da gibt es ja noch die Software, mit der man selbst die Muster entwerfen oder verändern kann. Die habe ich aber noch nicht auf dem Computer installiert. Ich will auch mal probieren, ob ich die Stickmuster von der alten Nähmaschine irgendwie auf den Computer bekomme. Nur die alte Nähmaschine hat noch keinen USB-Anschluß und die neueren Computer haben keinen Steckplatz mehr für die alten großen Stecker. Mal sehen, ob es da vielleicht so etwas ähnliches wie einen Adapter gibt. Das Dateiformat der Stickbilder der alten Maschine ist natürlich auch ein ganz anderes. Aber vielleicht kann man das irgendwie in ein passendes umwandeln.
Kann man mit der Bernina nicht auch Fotos/Bilder in Stickmuster umwandeln? Also wenn das machbar ist, dann dürften die Stickmuster deiner alten Nähmaschine uninteressant werden. Außerdem behältst du sie ja und kannst sie weiterhin nutzen. Ich denke aber mal, dass du mit der Bernina noch viel mehr Möglichkeiten hast. Deine Bleistiftzeichnungen z. B. wären auch schon super Stickmuster. Probiere ruhig mal die Software aus, ich bin auch schon gespannt, was sie so alles kann. Auf jeden Fall kannst du dich kreativ entfalten und das bist du ja. Manch andere denken sie können toll malen, obwohl sie nicht annähernd an deine Bilder rankommen.
das "Wundergerät" taugt leider nur zum Nähen und Sticken.
Für ausländische Sender kann man ja den Computer benutzen.
Aber ich habe ein gewisses Verständnis, dass Du nicht verstehen kannst, dass jemand für diesen Preis eine Nähmaschine kauft. Warum liest Du hier eigentlich mit? Interessierst Du Dich für Nähmaschinen?
Hallo Elke,
die Möglichkeiten mit dem Sticken muss ich erst nochmal genau prüfen. Eigentlich sollte zum Lieferumfang eine CD mit der "ArtDesign Software" gehören. Es liegt zwar eine Design-CD bei, die enthält aber nur die Bilder von Stickmustern. Mit dem Ding kann ich nicht viel anfangen. Ich muss erst nochmal alles durchsehen, ob ich irgendwo noch eine CD übersehen habe. Es gibt natürlich noch eine komfortablere Software, die aber nicht zum Lieferumfang gehört, man muss sie extra bezahlen (1600 €!). Die will ich aber erst mal nicht kaufen. Vielleicht bekomme ich sie irgendwann einmal billiger. Hauptsächlich werde ich die Maschine ja zum Nähen benutzen.
, ich glaube, Flocky hat sich einen Schneiderkurs verdient.
Vielleicht lässt Flocky uns ja mal in seinen Werkzeugschrank gucken. Da kaufen die Männer auch lieber im Fachhandel als im Baumarkt ein. Wobei man eigentlich auch mit einem Handbohrer ein Loch in die Wand bekommen kann oder die Schrauben mit einem Schraubenzieher rein- und rausdrehen kann.
Eine kleine Unterrichtsstunde schon mal für Flocky, warum höhere Preise für Nähmaschinen gerechtfertigt sind und man sich dieses Hobby durchaus leisten sollte, wenn man Spaß daran hat. Meiner kleinen Nichte habe ich zu Weihnachten auch eine Nähmaschine geschenkt. Eine einfache, womit man sicher auch vieles machen kann, aber doch viel umständlicher. Hör mal, wie meine Schwägerin meine Nähmaschine im Vergleich zur Nähmaschine meiner Nichte erklärt. Schon allein die automatische Einfädelhilfe möchte heute wohl kaum jemand missen, die "einfachen" Nähmaschinen haben sie aber nicht. Bei mir geht alles zackzack - sagt meine Schwägerin.
Und wenn man sich mit einer so tollen Nähmaschine, wie der Bernina, mal schöne Kleidungsstücke anfertigt und die dann noch bestickt, dann hat man Einzelstücke, die es so nicht von der Stange zu kaufen gibt bzw. die unbezahlbar sind. Für meinen Mantel mit 2 Stickereien musste ich viel Geld hinlegen. Aber das ist ein Frauenthema - Männern ist die Art ihrer Kleidung sowieso meistens egal.
Man sollte auch nicht vergessen, dass auch Anfänger nicht an den Kosten für eine Nähmaschine sparen sollten. Die Preiswerten nähen nun mal nicht so perfekt und ein Anfänger erkennt nicht, ob er den Fehler gemacht hat oder die Maschine. Nicht jede Nähmaschine kommt mit jedem Stoff klar. Es ist schade, wenn man dann aufgibt, nur weil eigentlich die Nähmaschine nichts taugt.
Die Software würde ich mir jetzt auch nicht kaufen, Heidrun. Teure Software ist immer so aufgeblasen, dass man eigentlich ohne einen Kurs mit ihr gar nicht klar kommt. Schade, dass man die Software nicht mal testen kann? Und wenn die CD "Art Design" fehlen sollte, würde ich mich an den Hersteller wenden. Ich denke aber mal, dass auf der Nähmaschine viele schöne Stickmuster sind. Im Netz findet man auch viele. Einige muss man bezahlen, aber sie sind noch lange nicht so teuer wie das Programm. Ich werde mich damit auch mal mehr beschäftigen, muss auch mal gucken, ob ich Stickmuster aus dem Netz auch auf meine Nähmaschine laden kann.
Also Elke, nach mehrmaligem Betrachten Deines kleinen Videos bin ich fasziniert !!! So gleichmäßig wie die Maschine tuckert, das erinnert mich an einen LANZ-Bulldog. Aber wenn die Maschine so fast alles selbst macht, dann ist der Preis auch gerechtfertigt und man braucht keine Frau, die ja im Laufe der Jahre sehr teuer werden kann ! Früher, als ich keine Frau hatte (eine Nähmaschine auch nicht)"nähte" ich mir meine abgerissenen Knöpfe mit Klingeldraht an. Die hielten ewig !!!! Viel später kauften wir uns mit viel Glück eine VERITAS. Damit sind viele Garnrollen vernäht worden. Nun steht sie verlassen in der Dachkammer. Die jungen Leute haben weder Lust noch Zeit, um sich mit dieser vorsindflutlichen Tätigkeit NÄHEN abzugeben. Schade drum. Ist wieder ein wertvolles Kulturgut in Gefahr, vergessen zu werden. Mit dem Basteln (Heimwerkern) das selbe: Alles neukaufen und wegwerfen. Das spart Zeit....... Na, ich wünsche Euch Nähwundern oder "Nähmaschinenspezialistinnen" viel Spaß an Euer neues Spielzeug!
Danke für Deine erschöpfende Antwort. Ich werde mal versuchen, auf dem PC Radio zu hören. Warum ich hier mitlese? Nun, ich bin ein technikinteressierter Mensch. Alles was sicht dreht, knattert, stinkt und sonstige Abarten im Gegensatz zu dem alltäglichen Leben zeigt, interessiert mich. Besonders aber das Phänomen: "Frauen und Technik". Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie Damen, eigentlich für etwas ganz anderes konstruiert, sich nach und nach die Domäne "Technik" erobern. Und das manchmal sogar mit Erfolg. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Frauen vergeblich versuchten, im Hof eine Pfütze aufzusaugen. Heute können sie das gefahrlos, weil es pfiffige Männer gab, die einen solchen Staubsauger erfanden, mit denen man gefahrlos Wasser aufsaugen kann. Da nehme ich aber nun an, daß die Ausfallquote der Frauen langsam zu hoch wurde.
Siehst Du, liebe Heidrun, und genau diese Wechselwirkung interessiert mich: Frauen-Kochtopf-Technik-Technikentwicklung-Männerfrauenverhältnis, sowie die gegenseitig wirkende Entwicklungsspirale !!!
Ach ja, so extrem gern gehe ich nicht in den Baumarkt. Lieber schnitze ich mir meine Werkzeuge selbst. Habe das mal früher gelernt. (nicht das Schnitzen, sondern aus Nichts was zu improvisieren)
da findest Du sicher viele Stickmuster im Internet. Ich hatte vor einiger Zeit mal ein Nähforum entdeckt (die Adresse habe ich sicher gespeichert, muss ich aber erst suchen), da konnte man Stickmuster austauschen. Diese Art Design-CD kann man sicher auch irgendwo kostenlos herunterladen, jemand, der die dazugehörige Maschine nicht hat, kann ja nichts damit anfangen. Aber die brauche ich unbedingt, da damit z.B. auch die Position der Stickrahmen usw. festgelegt wird.
Hallo Flocky,
was soll denn das heißen „weil es pfiffige Männer gab, die einen solchen Staubsauger erfanden…“ oder „wie Damen …nach und nach die Domäne "Technik" erobern. Und das manchmal sogar mit Erfolg.“?
Ich glaube, Du traust den Frauen viel zu wenig zu.
Das Improvisieren haben wir in der DDR-Zeit alle gelernt (oder lernen müssen). Es gibt schon Frauen, die sich für Technik interessieren. Als Kind habe ich mich z.B. geärgert, dass mein Bruder Weihnachten einen Stabilbaukasten bekam und ich eine Puppe, mit der ich eigentlich gar nichts anfangen konnte. Später habe ich dann an Dreh- und Bohr- und Stanzmaschinen in den Ferien gearbeitet. Ich habe auch schon einen Betonmischer bedient, Fundamente gemacht und ganze Wände gemauert. Als ich nach dem Studium als Physiker keine Stelle fand, habe ich ca. 10 Jahre als Konstrukteur gearbeitet und dabei auch meine technischen Zeichnungen selbst angefertigt. Bei uns zu Hause bin ich für die technischen Sachen wie Computer usw., auch für Maler- Tapezier- und Fußbodenlegearbeiten zuständig, um die Küche kümmert sich mein Mann. Am liebsten hätte ich noch eine CNC- Fräsmaschine, nur hier im 8. Stock eines Wohnblocks kann man die leider nicht aufstellen.
Recht hast Du, was viele jüngere Leute betrifft. Zum Nähen- und Stricken haben die keine Lust, die machen lieber Party und können nicht mehr ohne ihr Handy usw. leben. Wenn sich die Zeiten wieder mal ändern sollten (z.B. nach einem Crash des Finanzsystems) stehen die Jugendlichen völlig hilflos da. Die könnte man nicht mal mehr zur Feld- oder Gartenarbeit einsetzen, denn auch das sind sie nicht gewöhnt und würden schnell schlappmachen.
Ich kann mich Heidruns Antwort an Flocky nur anschließen. Meine Freundin z. B. hat einige Jahre als Bauingenieur an der Druschba-Trasse gearbeitet. Ihre Tochter musste aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Malerberuf zur Heilerziehungspflegerin umschulen. Und ihre Mutti wohnt in meiner Nachbarschaft und war meine damalige Werken-Lehrerin. Wenn dort was am Haus gemacht wird, werden die Männer grundsätzlich zur Seite geschoben, weil sie alles falsch machen.
Ja, das Improvisieren haben wir in der DDR gelernt. Ich war damals zwar nicht so Technik begeistert, dafür habe ich mir aber auch schon damals mit der Hand Sachen modisch umgeändert/umgenähnt (meistens enger oder kürzer), gefärbt, mit Pailletten oder Glitzersteinen versehen. Weil es damals keinen Modeschmuck zu kaufen gab, habe ich mir aus Blech selber welchen gebastelt. Ja, sogar das dazugehörende Ohrloch habe ich mir mit einer Sicherheitsnadel selbst gestochen.
Die jungen Leute haben sicher keine Lust auf die veralterten Nähmethoden. Ich bin mit aber sicher, dass viele Interesse bekommen würden, wenn sie solche Nähmaschinen kennen würden. Das habe ich schon an meiner Schwägerin gesehen, die zwar sehr gern und sehr viel bastelt, aber sich eigentlich nicht so sehr fürs Nähen interessiert. Als sie meine Nähmaschine beim Sticken gesehen hat, haben ihre Augen richtig gefunkelt. Kurz vorher hat sie nämlich auf dem Weihnachtsmarkt eine Frau mit einem reichlich besticktem Mantel gesehen, den sie ihr am liebsten geklaut hätte. Ich möchte sagen, dass Nähen wieder im Kommen ist.
Mit dem Heimwerken stimme ich dir zu. Es ist einfacher und oft auch preiswerter, die Elektrogeräte neu zu kaufen, als sie reparieren zu lassen. Voriges Jahr z. B. war mein Kühlschrank kaputt. Das Eisteil hat noch normal gekühlt, aber der Kühlschrank selber hat gar nicht mehr gekühlt. Statt erst mal meinen Freund zu fragen, der einen Kältedienst hat, habe ich sofort einen neuen Kühlschrank gekauft. Anschließend hat er gesagt, dass da nur der obere Kühlmotor (ich glaube das heißt so) kaputt gewesen sein kann und den hätte ich umsonst bekommen können. Aber nicht immer würde es so glatt laufen und nicht für jede Branche hat man Bekannte, so dass Reparaturen dann doch oft leider teurer als ein Neugerät werden.
Aua, da bin ich aber in einen großen Fettnapf gelatscht. Natürlich liebe Elke, liebe Heidrun, war mein Beitrag nicht ernst zu meinen. Ich habe großen Respekt vor Frauen, die sich selbst helfen können. Natürlich sind sie nicht ungeschickter als Männer. Ich habe einige Jahre als Lehrmeister im Polytechnischen Unterricht gearbeitet. Ich habe keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gemerkt. Ja mehr noch, in der anschließenden Berufsausbildung standen sie auch ihren Mann. Als Maschinist für Tagebaugroßgeräte (Band-, Fahrwerksmaschinist oder Maschinist für Fahrbetrieb (Stellwerker, Lokführer)) im Bergbau mußte man vor ihren Leistungen den Hut ziehen. Also, ich bin der Letzte, der unsere Frauen, besonders aber die, die damals in der DDR ausgebildet wurden, nichts zutraut. Sie müssen nur gefördert und aber auch gefordert werden. Doch leider sind diese Möglichen heute arg begrenzt! Kannst Du mir noch verzeihen? Im Winter 1978/79 waren es meine weiblichen Lehrlinge, die auf diesem Abraumungetüm (siehe Video im "Test") in der Kälte, in Watteanzügen und Filzstiefel ihr Bestes gaben. Einige sind noch heute im Bergbau.
Ja, der Polytechnische Unterricht war eine ganz gute Sache. Den gab es leider schon nicht mehr, als meine Tochter in die Schule ging.
Flocky verzeihen wir natürlich, er wollte sicher nur die Diskussion ein bißchen anregen.
Vielleicht ist das Nähen wirklich bald wieder im Kommen. Wenn man so die Preise im Kaufhaus sieht: Hose 90 €, Bluse über 100 € usw. Den Stoff bekommt man ja im Schlußverkauf manchmal noch billig ab 1,50 € pro Meter. Nur die Kurzwaren sind auch teuer. Reißverschlüsse, Knöpfe usw. trenne ich deshalb immer von gebrauchten Sache ab, ehe ich sie entsorge.
Allerdings auf der Hausmesse für Nähmaschinen, die ich besucht habe, waren keine Interessenten da, ich war dort der einzigste Besucher.
Also vor Frauen, die im Bergbau arbeiten, kann ich auch nur den Hut ziehen.
Man bekommt auch noch günstige Kleidungsstücke, aber die hat dann irgendwie jeder. Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Hosenrock und einen Anorak, damit lief wirklich mindestens jede 2. Frau rum. Das Seltsame ist aber, dass gerade an den billigen Kleidungsstücken kein Vergang ist. Den Hosenrock und den Anorak habe ich heute noch. Den Anorak ziehe ich für Schmuddelarbeiten an. Damit dürfen mich auch die großen Hunde bei Schmuddelwetter mit ihren Riesenpranken anspringen. Und das Ding geht nicht kaputt.
Das ist wie unsere DDR-Tischdecken. Ihr kennt sie sicher auch noch, ich habe sie seit einigen Jahren wieder auf dem Tisch liegen, weil die Papageien sie einfach nicht kaputt bekommen. Endlich mal Tischdecken ohne Löcher. Und ohne zu bügeln kann ich sie wieder auf den Tisch legen. Die sind sogar viel besser als Wachstuchdecken. So eine tolle Qualität habe ich heute bisher nur beim Vietnamesen gefunden. Umso teurer die Tischdecken werden, umso empfindlicher gegen alles.
Na prima, da sind wir uns ja wieder einig. Aber wie ist das Heidrun, willst Du nicht etwas über die Erfahrungen mit Deiner Nähmaschine berichten? Schon Durch den Finger genäht? Oder mal geschaut, wie das Ding von innen aussieht??? Ich bin da so ein Kunde: Erst muß ich das neue Teil auseinandernehmen und schauen, WARUM das Ding funktioniert. Erst dann, wenn ich es wieder zusammengebaut habe und es funktioniert (nicht) bin ich's zufrieden. Geht es Dir auch so ???
Ja Flocky, klar würde ich die Maschine auch gern mal von innen sehen. Aber die Garantiezeit (habe ich online erst auf 4 Jahre verlängert) werde ich mindestens abwarten müssen. Aber wer weiß, ob das Ding nach dem Auseinandernehmen noch funktionieren würde. Vielleicht reichen da schon ein paar Staubkörner, dass da nichts mehr geht. Sie soll wohl 5 Millionen Funktionen haben.
Über die Erfahrungen beim Nähen werde ich hier weiter berichten. Nur im Moment habe ich nicht so viel Zeit zum Nähen.
Na da freue ich mich schon drauf, über die ersten Pleiten, Pech und Pannen zu lesen.
Aber Heidrun, versuche es mal mit einer gesunden Portion Gottvertrauen, dann schaffst Du das schon, die Maschine auseinander zu nehmen. Wer bei uns PA hatte, kann das! Nur Mut. Ich habe mir heute gerade ein neues Notebook gekauft. Der Bildschirm leuchtete schon und das Benutzerhandbuch habe ich schon bis auf Seite 5 gelesen. Nun suche ich spezialwerkzeuge, um nun auch das Innere kennenzulernen. Dabei hilft mir die Forschungsarbeit, die ich gemeinsam mit meinen Kater gemacht habe. Man muß sich also nur trauen.....